Nachdem ich ja bereits von meiner missglückten Wiederherstellung des defekten Windows auf Damiens Laptop berichtet habe, dachte ich mir – probier doch mal ein Linux aus.
Gesagt getan – meine Wahl fiel auf Debian. Schnell die kleine Net-Installations-ISO heruntergeladen, problemlos installiert, fertig. Toll, nix mit Klicki-Bunti … vielleicht schreibt das mal einer da hin.
Nächster Versuch – www.kubuntu.org aufgerufen, ISO heruntergeladen, problemlos installiert – gestartet, läuft. Prima, so muss das sein.
Nun wird das Laptop aber nicht zum arbeiten oder surfen gebraucht, sondern einzig und allein zur Wiedergabe von DVDs (was soll man Abends in einem LKW-Führerhaus auf einem Rastplatz auch anderes machen).
Leider wurde mein Abspielversuch durch ein *KRACKKRACKKRACK* des DVD-Laufwerks beendet. Klasse, kann nicht einmal etwas funktionieren? Nach fast zwei Stunden hatte ich sämtliche Suchmaschinen der Welt, ca. 20 Foren und 47 Blogs durchforstet, bis ich mit diversen Aufrufen per sudo blah blah sülz im Terminal den Videoplayer zur Wiedergabe der DVD bewegen konnte.
Moment – bevor es wirklich soweit war, musste ich drei unterschiedliche Videoplayer installieren (inzwischen hatte ich in dem Gewirr von Icons und Ordnern tatsächlich soetwas ähnliches wie eine Systemsteuerung bzw. die Softwareinstallation gefunden). In einem lief gar nichts, da machte das Laufwrk die bekannte *KRACK*-Geräusche, in einem kam ich bis zum Menü, dann hat der sich aufgehängt (Alternativ konnte ich den Film starten, aber die Tonspur lies sich nicht ändern und man konnte keine Kapitel springen) – einzig im Dragon Videoplayer lief der Film. Naja, fast zumindest … ohne Ton.
Nach einer weiteren Stunde in diversen Konfigurationsdateien und auf der Kommandozeile habe ich entnervt aufgegeben. Noch ein letztesmal Neugestartet – *Tümdidelidüm* – Startsound? DVD eingelegt, abgespielt – läuft?! Mit Ton? Mit Ton! Goil.
Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe und mich gefreut habe, Zeit meines Lebens nicht verschwendet zu haben, fiel mir ein, dass ich noch den USB-DVB-T-Stick installieren musste. Hier endet jetzt meine “Linux-Begeisterung” für 2009 Dank der bisherigen Probleme und der nicht vorhandenen Treiberunterstützung.
So gern’ ich den KDE hab’ und auch OpenSource-Software einsetze – sowas bricht Tux das Genick.
